18.07.2021

Microsoft Windows durch die Zeit


Wie es begann

Wenn man heutzutage jemanden nach dem „Interface Manager“ fragt, werden die wenigsten wissen, dass das der Name ist, den das Betriebssystem „Microsoft Windows“ hatte, bevor es zu Windows unbenannt wurde.

1985 wurde die erste Windows Version veröffentlicht, damals noch als Erweiterung für MS-DOS. Vorgesehen war das Programm als Rivale für das Betriebssystem von Apple, war aber nicht sehr beliebt. Obwohl es schon damals Standardprogramme wie einen Kalender, Paint und einen Taschenrechner beinhaltete, war das Programm nur in der Lage die namensgebenden Fenster nebeneinander anzuordnen. Ein wichtiger Unterschied zu der heutzutage selbstverständlichen Funktion von überlappenden Fenstern mit unterschiedlichen Funktionen auf dem Bildschirm. Damals gab es noch nicht einmal eine Taskleiste zum Anzeigen welche Programme aktiv waren.

Es war ausschließlich eine Nutzeroberfläche für DOS Computer, eine Erweiterung und noch kein eigenes Betriebssystem. Erst über die weiteren Versionen wurde die Abhängigkeit von DOS nach und nach abgebaut, aber selbst Windows 95, welches 10 Jahre nach Windows 1.0 veröffentlicht wurde hatte DOS immer noch im Hintergrund laufen. Das im Jahre 2000 veröffentlichte „Microsoft Windows Millennium Edition“ auch „Microsoft Windows Me“ war das letzte Windows System, welches auf DOS basiert.

Weitere Versionen sind seitdem rausgekommen, auch mit unterschiedlichen Erweiterungen innerhalb der Version, wie zum Beispiel mit und ohne Media Player.

Windows 1.0 Logo

Versionen

Über die Jahre hat sich Microsoft Windows mit über 30 Versionen stetig weiterentwickelt. 15 Jahre nach der Erstveröffentlichung ist es mit der stetig weiterentwickelnden Hardware mitgewachsen. Was als 16-bit Nutzeroberfläche eines anderen Betriebssystems startete, ist inzwischen eine Software, bei welcher Microsoft die Ausgabe von 32-bit Versionen angefangen hat einzuschränken.

Die langsame und fehleranfällige Software hat über die Jahre Funktionen bekommen, die heutzutage als selbstverständlich geworden sind. Microsoft Windows 2.0 hatte die ersten Icons, um Dateien und Programme aufzurufen. Microsoft Windows 3.0 erlange dann Aufschwung, als andere Firmen anfingen ebenfalls Programme für Windows Computer zu schreiben. Seit Microsoft 3.0 waren ebenfalls Entwicklungen im Gange für Microsoft NT, der einen eigenen Betriebssystemkern nutzt.

Die darauffolgenden Versionen fügten unter anderem Multimediaunterstützung.

Windows 95 war dann der nächste Meilenstein.

Windows 95

Windows 95 nutzte immer noch DOS Funktionen, aber DOS musste nicht mehr auf dem Computer vorinstalliert sein, um die Software nutzen zu können. Es wurde als nutzerfreundlich angesehen, unterstützte Netzwerke und lange Dateinamen. Mit der Weiterentwicklung zu Windows 98 war der Internet Explorer 4 dann in das Betriebssystem integriert und Eingabegeräte mit USB Anschluss konnten benutzt werden.

Windows 2000 startete dann die Möglichkeit von automatischen Softwareupdates über das Internet. Der Nachfolger Windows XP mit dem verbesserten Multimediasupport und besserer Performance hielt sich für fünf Jahre, bevor eine neue Version veröffentlicht wurde, die längste Pause zwischen Veröffentlichungen. Als Microsoft Me nicht mehr weitergeführt wurde, seither wurden Betriebssysteme für Computer nur noch mit Windows Kernel (Betriebssystemkern) verwendet und das NT ist seit dem Windows 2000 aus dem Namen verschwunden (Windows NT 3.1 war die erste NT Version).

Windows Vista wurde dann nach zwei Jahren von Windows 7 abgelöst. In dieser Version wurden einige Features raus gestrichen, welche aber dann kostenlos zur Installation bereitgestellt wurden.

Windows 8 brachte dann an neues Design. Einfach gehalten und für Touchscreens ausgelegt brauchte dieses System aber Programme, die speziell darauf zugeschnitten waren.

Windows 8 Startscreendesign

2017 folgte dann Windows 10 und am 24. Juni 2021 wurde dann Windows 11 angekündigt.

Windows 11

Von den bereits bekannten Screenshots kann schon gesehen, dass die Taskleiste die Icons in dem neuen Windows in der Mitte des Screens haben wird, eine optionale Anordnung, die sich aber abschalten lässt. Es wird neue Arten geben die Größenverhältnisse mehrerer Fenster automatisch einzustellen, anstelle der bereits bekannten Funktion ein Fenster die Hälfte oder ein Viertel eines Bildschirms einnehmen zu lassen.

Snapgroups können diese Anordnungen speichern und mit einem Klick auf die Taskleiste aufgerufen werden. Die Taskleiste wurde im Übrigen in Windows 11 zu „Dock“ umbenannt. Anordnungen auf mehreren Bildschirmen werden auch gespeichert und können so einfacherer wiederhergestellt werden, wenn ein Monitor erneut angeschlossen wird.

Windows 11 Design

Ein neuer Microsoft Store wird mehr Apps anbieten und es wird daran gearbeitet den Store für mehr Entwickler zu öffnen. Auch Android Apps sollen verfügbar werden. Eine Verbesserung der Touch-Features ist auch angesagt worden.

Ein heller und dunkler Modus erweitern das Design, so wie ein neuer Look der Fenster mit abgerundeten Ecken. Windows Widgets sind auch wieder mit von der Partie und ebenfalls im Dock auffindbar, dieses Mal auch erweiterbar durch Drittanbieter.

Der altbekannte „Bluescreen of Death“ zu Deutsch „Blauer Bildschirm des Todes“, der seit Windows 1.0 vorhanden war, wurde auch überarbeitet. Das passierte zwar schon zuvor, wodurch der Fehlermeldung ein trauriger Smiley hinzugefügt wurde und das Blau weniger intensive, aber dieses Mal ist die Farbe komplett geändert worden. Zu Schwarz. Der Abkürzung im Englischen bleibt damit immerhin gleich.

Fazit

Über die Jahre hat es Windows weit gebracht, besonders da es mit Windows 1.0 einige Startschwierigkeiten gab. Inzwischen ist das Betriebssystem bestens etabliert und auf vielen Geräten vorinstalliert. Die Neuerungen erscheinen bisher gut durchdacht und besonders das Feature der Snapgroups zur Anordnung von Fenstern erscheint mir als Person die viel am Computer mit mehreren Bildschirmen arbeitet auf den ersten Blick als interessanteste Neuerung.

Aber noch ist das Betriebssystem noch nicht erschienen und über eine Software zu lesen und sie dann zu benutzen ist immer noch ein Unterschied. Bis dahin heißt es: Gespannt bleiben, was für weitere Änderungen und Ansagen zu Windows 11 kommen!

Quellen

Where did windows minimize to before the taskbar was invented?

Microsoft to Stop Releasing 32-Bit Windows 10 Versions to Favour 64-Bit Architecture

Microsoft stops offering 32-bit Windows 10 to computer manufacturers

Microsoft Windows history

Microsoft Windows- Complete History of Microsoft Windows

Microsoft stellt vor: Windows 11

Windows 11: Erscheinungsdatum, Features und alles, was du wissen musst

Windows 11: Das müssen Sie zum Windows-10-Nachfolger wissen

Windows95 Logo

Windows8 Design

Windows11 Design

Windows1 Logo

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